#impactstories mit Philipp Munzert 

​​Sophia: ​Philipp, du bist seit 2012 selbstständig, wie kam es dazu, dass du dich damals für diesen Weg entschieden hast?  

Meine Familie hat selber ein Familienunternehmen - einen großen Pflegedienst und da sieht man natürlich, wie das unternehmerische Leben so ist. Ich habe schnell gemerkt, dass ich mich nicht richtig gut unterordnen kann und heute sage ich immer, dass ich vielleicht kein guter Mitarbeiter wäre. Von daher habe ich mich entschieden, diesen „harten“ Weg der Selbstständigkeit zu gehen. Ich habe immer gerne Websites entwickelt und habe dann 2012 die erste Anfrage bekommen eine Website zu erstellen und das auf Rechnung. Da kam es dann dazu, dass ich mir einen Gewerbeschein geholt habe und dann neben dem Studium Websites entwickelt habe.

Sophia: Bei PHMU entwickelt und designt euer dreiköpfiges Team Web-Apps und Websites. Was genau kann man sich als Laie darunter vorstellen? 

Bei uns ist relativ bald der Wunsch entstanden, dass wir nicht nur die reine Unternehmenspräsentation entwickeln wollen. Stattdessen soll die Website ganzheitlicher gedacht werden. Wir integrieren unter anderem gutes Online Marketing, sodass der Kunde die Mechanismen versteht, wie und warum Besucher auf seine Website kommen. Deswegen haben wir uns bewusst dazu entschieden, nicht mehr von Websites, sondern von Digitalen Produkten zu sprechen. Wir begleiten derzeit aber auch immer mehr Kunden auf ihrem Innovationsprozess. Ich bin mittlerweile auch als Coach immer stärker im Einsatz. 

Sophia: Du bist nicht nur Webentwickler, Coach und Firmeninhaber, sondern ganz frisch Familienvater von zwei Kindern. Was sind die Besonderheiten der Selbstständigkeit als junger Familienvater? 

Ich würde gar nicht sagen, dass die Unterschiede zu einem Angestelltenverhältnis so groß sind. Man hat als Familienvater grundsätzlich viel viel klarere Zeit-Slots, die vorgegeben sind, zum Beispiel, dass ich um 16:00 bzw. 17:00 Uhr nach Hause gehe, zur Familie und nicht bis tief in die Nacht an einem Projekt weiterarbeite. Was mir persönlich aber gut tut. Denn ich habe gemerkt, dass das lange Arbeiten gar nicht so gesund für mich war. Jetzt ist mein Tag viel strukturierter, ich habe viel mehr Prioritäten und ich weiß auch, wo meine Hauptpriorität liegt - ganz klar bei der Familie und den Kindern. 

Sophia: Was ist wichtig, damit du all diese Projekte unter einen Hut bekommst? Die Familie, dein Unternehmen und sicherlich auch mal ein bisschen Zeit nur für dich. 

Ja klar, die Zeit für einen selbst ist natürlich auch sehr wichtig. Das sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen zwischen den drei, vier Sachen, die man sonst macht. Aber gerade im Arbeitsleben ist es einfach so, dass man sich noch klarere Prioritäten setzen muss. Man muss mit seiner Zeit sehr gut haushalten, was ich jedoch als großen Vorteil empfinde. 

Sophia: Wie schaffst du es, dein Business von deinem Privatleben zu trennen? Denn bekanntlich arbeitet der Selbstständige selbst und ständig. 

Das kann und sollte sicherlich jeder selbst für sich entscheiden. Wobei ich finde, dass der Ausdruck „selbst und ständig arbeiten“ gar nicht unbedingt zutreffen muss. Für mich sollte Selbstständigkeit genauso gerade nicht sein. Ich achte natürlich auf ausreichend Freizeit und kann mir das sogar viel besser einteilen. Ich gehe manchmal mittags zum Sport und arbeite danach weiter. Ich muss natürlich genauso Auftanken und Abschalten. Außerdem kann man den Laptop vielleicht auch mal im Büro lassen, das Handy ausschalten oder weglegen.  

Sophia: Hast du für uns auch ein paar Best Practice Tipps für werdende selbstständige Eltern oder Eltern, die noch angestellt sind und darüber nachdenken, sich selbstständig zu machen? 

Auch hier ist es sehr individuell. Absprachen sind sehr wichtig, dass ich beispielsweise einem Kunden genauer kommuniziere, wann ein Projekt fertig oder eben auch noch nicht fertig sein wird. Denn wenn ich zu viel verspreche, habe ich mir selbst den Stress gemacht. Da kann man gerade in der Selbstständigkeit meiner Meinung nach noch viel mehr drehen und anpassen, als als Angestellter, weil ich die Hoheit darüber habe, wann ich was sage und wann ich was abgeben und fertigstellen werde. 

Sophia: Du bist von Anfang an im Impact Hub dabei und kanntest unsere Geschäftsführer sogar schon aus dem vorangegangenen Coworking Space. Inwiefern ist der Impact Hub ein angenehmer Raum für dich, um hier zu arbeiten? Was sind in deinen Augen die Besonderheiten des Hubs? 

Das ist für mich mittlerweile ganz einfach zu beantworten - weil ich hier Freunde gefunden habe. Außerdem ist für mich das Home Office keine Alternative, weil ich ein sozialer Mensch bin, der sehr viel Austausch benötigt und den habe ich hier. 

Danke Philipp für das spannende Interview und schön, dass du bei uns bist.

Philipp Munzert

In unserer neuen Reihe #impactstories wollen wir euch in regelmäßigen Abständen die Vielseitigkeit unserer Member und deren Projekte näher vorstellen. Wenn du das Hub und unsere Community kennenlernen möchtest, dann melde Dich gerne für eine Probewoche bei uns im Impact Hub an. JETZT ANMELDEN.

Sophia ist Community ​Managerin im Impact Hub. Sie interviewt regelmäßig inspirierende Menschen ​und erzählt von ​deren Geschichten.

Interviewpartner:

Philipp Munzert

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